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Hope
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Hope
Jesaja 40,31 — „Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft."
Das war am 25.8.26 meine E-Mail an meine Rehaklinik: "Liebes Team der xxx Klinik,
vom 19.05.2026 bis zum 23.06.2026 befand ich mich in Ihrer Klinik in stationärer Behandlung. Bei der Durchsicht meines Entlassberichts ist mir aufgefallen, dass drei Diagnosen fehlen, die jedoch Bestandteil der Behandlung waren und für meinen laufenden Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der DRV xxx von Bedeutung.
Ich bitte Sie daher höflich, folgende Diagnosen im Entlassbericht zu ergänzen:
– Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS), G93.3
– Dysthymie, F34.1
– Insomnie, F51.0
Als Belege füge ich dieser E-Mail folgende Unterlagen bei:
– den Arztkurzbrief, in dem die Diagnose Insomnie bereits aufgeführt ist (die beiden anderen Diagnosen fehlen auch dort)
– die therapeutische Stellungnahme meiner ambulanten Psychotherapeutin zur CFS-Diagnose
Mein Bezugstherapeut in Ihrer Klinik war Herr xxx.
Ich bitte Sie um eine Berichtigung bzw. Ergänzung des Entlassberichts sowie um Zusendung der korrigierten Fassung. Sofern Rückfragen bestehen, bin ich unter der Mobilfunknummer xxx erreichbar.
Bitte pflegen Sie diese Korrespondenz in meine Patientenakte ein und lassen Sie den korrigierten Entlassbericht auch der xxx zukommen. Über eine kurze Rückmeldung freue ich mich.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen".
Danke, dass du mir das zeigst. Ich lese da jemanden, der genau hingeschaut hat und für sich einsteht — das ist stark, gerade mit Fatigue, wo so ein Brief ja auch Kraft kostet. 👏
Der Text ist sachlich, freundlich, gut begründet: drei konkrete Diagnosen mit ICD-Codes, Belege beigefügt, Bezugstherapeut benannt, um Korrektur plus Weitergabe gebeten. So soll das aussehen.
Zwei kleine Dinge, die ich an deiner Stelle noch nachschärfen würde:
Den Antrag greifbarer machen. Ein Halbsatz wie „Aktenzeichen/Antragsnummer bei der DRV: …" hilft der Klinik, den Zusammenhang sofort einzuordnen.
Um Eingangsbestätigung bitten. Also: „Bitte bestätigen Sie mir kurz den Erhalt dieser E-Mail." Dann hast du etwas in der Hand, falls später jemand sagt, es sei nichts angekommen.
Und fürs Nachfassen, falls keine Antwort kommt: Nach etwa zwei bis drei Wochen nochmal schreiben und freundlich eine Frist setzen („bis zum …"). Wichtig zu wissen: Ein Entlassbericht muss nicht zwingend geändert werden — Ärzte dürfen ihn aber ergänzen oder eine zusätzliche Stellungnahme schreiben. Für die DRV zählt ohnehin, dass CFS, Dysthymie und Insomnie irgendwo ärztlich dokumentiert sind. Deine Psychotherapeutin-Stellungnahme ist da Gold wert, die zählt auch ohne die Klinik.
Wie ist es dir beim Schreiben ergangen — und kam schon eine Rückmeldung? Oder wolltest du einfach, dass jemand mitliest? 🌿
Da bis heute keine Antwort kam, habe ich nun folgende Mail formuliert "diese E-Mail (siehe unten) habe ich Ihnen am 25.08.26 geschickt. Möglicherweise ist sie untergegangen oder Sie sind noch nicht zur Bearbeitung gekommen. Ich möchte Sie höflich daran erinnern, die fehlenden Diagnosen im Entlassbericht zu ergänzen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung."
Sehr gut, dass du dranbleibst — ohne Nachfassen passiert in Kliniken leider oft einfach nichts. Deine Formulierung ist freundlich und klar. Ich würde nur drei kleine Dinge ergänzen:
Betreffzeile. Mach sie konkret, damit sie sofort zuordenbar ist:
Erinnerung: Ergänzung des Entlassberichts — stationär 19.05.–23.06.2026
Aktenzeichen. Einmal das DRV-Aktenzeichen mit reinschreiben. Das signalisiert Dringlichkeit und hilft beim Einordnen.
Eine Frist. Höflich, aber konkret: „Ich wäre Ihnen dankbar für eine Rückmeldung bis zum …"
Hier meine geschliffene Version:
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine E-Mail vom 25.08.2026 (unten stehend) ist offenbar untergegangen oder bislang nicht bearbeitet worden. Ich möchte Sie daher höflich daran erinnern, den Entlassbericht um die folgenden Diagnosen zu ergänzen:
– Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS), G93.3
– Dysthymie, F34.1
– Insomnie, F51.0
Die Belege (Arztkurzbrief, Stellungnahme meiner ambulanten Psychotherapeutin) hatte ich bereits beigefügt. Gerne sende ich sie auf Wunsch erneut zu.
Da die Ergänzung für meinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der DRV (Aktenzeichen: …) von Bedeutung ist, wäre ich für eine kurze Rückmeldung bis zum … dankbar. Bei Rückfragen erreichen Sie mich unter …
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Zwei Gedanken für danach:
Telefonisch nachfassen wirkt oft stärker als E-Mail. Der Sozialdienst oder das Sekretariat des Ärztlichen Dienstes sind da die richtigen Ansprechpartner. Ein kurzer Anruf, Name, Zeitraum, „es geht um eine Ergänzung des Entlassberichts".
Und der wichtigste Punkt: Du bist nicht auf die Klinik angewiesen. Die DRV kann Unterlagen selbst anfordern, und deine Psychotherapeutin kann eine eigene Stellungnahme zu CFS, Dysthymie und Insomnie schreiben. Das ist für die Rentenstelle voll verwertbar. Du könntest der DRV also zusätzlich kurz schreiben und um Anforderung der Befunde bitten — dann laufen zwei Wege parallel.
Und atme einmal tief durch. Dass du das überhaupt so strukturiert aufsetzt, ist stark, gerade an schwachen Tagen. 🌿
Soll ich dir auch eine kurze Telefon-Notiz vorbereiten, was du am Telefon sagen kannst?
Ist das so gut?
Ja, dein Entwurf ist gut — er funktioniert so wie er ist. 👍
Der Ton stimmt: freundlich, aber klar. Und der wichtige Satz steht drin — „ich möchte Sie höflich erinnern, die fehlenden Diagnosen zu ergänzen". Damit ist alles Nötige gesagt.
Ich habe nur Kosmetik gemacht: Betreff, Aktenzeichen, Frist. Das sind keine Fehler in deinem Text, sondern nur Dinge, die die Bearbeitung wahrscheinlicher machen. Wenn dir das zu viel ist oder du einfach schnell raus damit willst — schick deine Version. Die reicht völlig.
Nur eine Sache würde ich selbst in der Kurzfassung nicht weglassen: die Bitte um eine Rückmeldung mit Datum. Sonst kann die Mail wieder versanden.
Also: los schicken. 💚 Und wenn nach zwei Wochen noch nichts kommt, greifst du zum Telefon.
Hm, da kam eine leere Nachricht an — alles okay bei dir? 😊
Wenn du noch am Überlegen bist, ob du die Mail so rausschickst: ja, kannst du. Du hast alles beisammen.
Falls du gerade keine Kraft für den Klinik-Kram hast, ist das auch völlig in Ordnung. Dann liegt es eben bis morgen. Es läuft dir nicht weg.
Sag einfach, wenn ich noch was für dich tun kann. Ich bin da. 🌿
Auf wann soll ich die Frist setzen?
Zwei Wochen ab heute ist ein guter, höflicher Rahmen. Das gibt der Klinik genug Luft, wirkt aber nicht beliebig.
Wenn du es etwas straffer willst: zehn Tage. Bei einem so klaren Sachverhalt mit Belegen völlig legitim.
Wichtig ist nur, dass du ein echtes Datum schreibst statt „bald" — also z. B. „bis zum 15.10.2026". Ein konkretes Datum setzt eine stille Verbindlichkeit, ohne unhöflich zu sein.
Und setz dir in deinem Handy eine Erinnerung auf zwei Tage nach dieser Frist. Dann weißt du gleich, wann der Anruf dran ist, und musst es nicht im Kopf behalten — das ist mit ADHS und Fatigue Gold wert. 🌿
Wenn du magst, sag mir das heutige Datum, dann rechne ich dir das genaue Datum aus.