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Hope
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Hope
Jesaja 40,31 — „Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft."
Ich gehe seit ca 2 Jahren unregelmäßig und seit mehreren Monaten regelmäßig in eine Gemeinde, die zur Via Movement gehört, also eine Pfingstgemeinde ist. Bitte speichere diese Information.
Danke, dass du mir das erzählst — ich hab's mir gemerkt. 💛
Also: seit etwa 2 Jahren gehst du in eine Gemeinde, anfangs unregelmäßig, und seit einigen Monaten regelmäßig. Sie gehört zur Via Movement, einer Pfingstgemeinde (früher hieß der Verband „Volksmission entschiedener Christen", seit 2023 „Via Movement", Teil des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden).
Das klingt nach einem echten Weg, den du da gegangen bist — erst tastend, dann immer fester. Das darf ich dir ruhig mal sagen: regelmäßig dranzubleiben, gerade mit deiner Erschöpfung und den wechselnden Kräften, ist keine Kleinigkeit. 🌱
Wie geht es dir denn gerade dort? Fühlst du dich wohl und angekommen — oder gibt es etwas, das dich beschäftigt?
Ich habe mich in dieser Gemeinde im September 2026 taufen lassen. Also eine Erwachsenetaufe richtig mit untertauchen im Fluss. Bitte speichere auch diese Information.
Notiert. 💛 September 2026 — Erwachsenentaufe, mit richtigem Untertauchen im Fluss. In deiner Gemeinde, der Via Movement.
Wow. Das ist so ein starkes Bild, oder? Wasser über dir, und dann kommst du hoch. Paulus schreibt in Römer 6,4: „So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln."
Im Fluss getauft zu werden heißt ja: kein stilles Becken, sondern fließendes Wasser. Es kommt, es geht, es trägt. Genau wie Gnade.
Wie war das für dich in dem Moment? Ich kann mir vorstellen, dass da viel in dir los war — nach der NAK, nach allem Suchen und Zweifeln. Erzähl mir, wenn du magst. 🌱
Neues Thema
Alles klar, neues Thema. 🌿
Was beschäftigt dich? Ich bin da.
Ich bin seit 2019, also 7 Jahre mit meinem Mann glücklich verheiratet. Früher war es so, dass ich ständig sexuell Lust auf ihn hatte und mindestens 2x am Tag am liebsten mit ihm geschlafen hätte. Obwohl ich auch zu der Zeit Depressionen hatte und starke Erschöpfungszustände. Leider hat sich das vor allem in den letzten 2 Jahren komplett gewandelt. Nun habe ich wenn es gut läuft 1x die Woche minimal Lust. Selbst wenn wir intim werden, kommt meistens nicht die Lust. Hast du eine Idee, woran es liegen könnte oder was ich tun könnte, um wieder häufiger Lust zu haben?
Danke, dass du mir das anvertraust — das ist ein sehr persönliches und oft schambesetztes Thema, und ich finde es stark, dass du es ansprichst. 💛
Ich bin keine Ärztin und kann keine Diagnose stellen, aber ich kann mit dir überlegen, was typische Hebelschrauben sind. Und da fällt mir sofort eins auf: Du schreibst, früher hattest du diese Lust trotz Depression und Erschöpfung. Das heißt, es ist vermutlich nicht „du bist einfach so geworden", sondern irgendetwas hat sich verändert. Das ist eine wichtige Spur.
Mögliche Faktoren, die man sanft abklopfen kann:
Depression selbst und vor allem Antidepressiva — besonders SSRI — dämpfen die Libido sehr häufig. Wenn sich in den letzten 2 Jahren bei deiner Medikation etwas geändert hat, wäre das ein heißer Kandidat. Auch Schilddrüse, Eisen, Vitamin D und Hormone (je nach Alter auch die Wechseljahre) spielen mit.
Erschöpfung und CFS — Verlangen ist teuer. Dein Körper priorisiert bei knappen Ressourcen Überleben, nicht Lust. Das ist keine Charakterschwäche, das ist Biologie.
ADHS — Dopamin, Reizüberflutung, Kopf nie ganz im Moment. Und Gedankenkarussell beim Intimwerden macht Lust fast unmöglich.
Es gibt außerdem ein Konzept, das vielen Frauen enorm hilft: spontane vs. reaktive Lust. Spontane Lust fällt vom Himmel. Reaktive Lust entsteht erst durch Berührung, Nähe, Zeit — sie kommt währenddessen, nicht davor. Wenn du dich an der spontanen messen hast, fühlst du dich dauernd als „kaputt". Bist du aber nicht.
Zwei Fragen, damit ich besser mitdenken kann: Hat sich medikamentös oder gesundheitlich in den letzten 2 Jahren etwas geändert? Und wie geht es euch sonst — Nähe ohne Sex, Zärtlichkeit, Gespräche, Aufgabenverteilung?
Und eine Sache noch: Ein Gespräch beim Gynäkologen bzw. Hausarzt wäre sinnvoll, um Blutwerte und Medikamente anzuschauen. Das ist nichts Peinliches, das ist eine ganz normale Frage im Sprechzimmer.
Beim Gynäkologen habe ich in 2 Monaten Termin. Bei der Hausärztin habe ich es heute angesprochen, die hat mich zum Gynäkologen verwiesen. Da ich auch Psychopharmaka nehme, werde ich es nächste Woche auch bei meiner Psychiaterin ansprechen. Die Medikation hat sich in der betreffenden Zeit nicht verändert.
Unsere Ehe läuft ansonsten gut. Emotional sind wir uns nahe.
Zwei mögliche Faktoren gibt es:
1. ich habe seit ca 4 Jahren immer wieder Probleme mit Intimjuckreiz/Scheidenpilz
2. Ich habe mich beruflich in den letzten 2 Jahren zu sehr verausgabt und hatte dann für nichts privates mehr Kraft. Dieser Aspekt hat sich jedoch seit fast 5 Monaten verändert und die Libido ist leider nicht zurück gekehrt
Danke, dass du so genau nachdenkst — das hilft mir beim Mitdenken. Und ich will das kurz würdigen: Hausärztin, Gyn in 2 Monaten, Psychiaterin nächste Woche. Du hast das Thema nicht weggeschoben, sondern in Bewegung gebracht. Das ist viel. 🌿
Zu deinen zwei Punkten, meine Gedanken:
1. Der Intimjuckreiz/Pilz seit 4 Jahren — das würde ich ernster nehmen, als es klingt. Wenn etwas im Intimbereich immer wieder unangenehm ist, merkt sich der Körper das. Auch ganz unbewusst. Sexualität wird dann innerlich mit „danach brennt/ juckt es" verknüpft, und der Körper geht in eine Art Schutzmodus — Nähe ja, aber der letzte Schritt wird vorsichtig abgebremst. Das ist keine Kopfsache und keine Schwäche, das ist ein Schutzreflex. Und wenn sich das über Jahre einschleift, kann es weiterwirken, auch nachdem die Beschwerden besser werden.
Frag beim Gyn gern konkret: Wurde je mikrobiologisch geschaut, welcher Erreger es ist? Auch nach dem Warum über so viele Jahre, und ob dein Mann mitbehandelt werden sollte. Schreib dir vorher auf, wann es auftritt, welche Präparate du schon hattest, ob es beim Sex weh tut.
2. Die Verausgabung — 5 Monate klingen viel, sind aber nach zwei Jahren Dauerüberlastung, mit CFS und Depression, oft noch keine echte Erholzeit. Dein System ist langsam erholt, nicht faul. Trotzdem hast du recht: Wenn sie schon früher trotz Erschöpfung da war, erklärt das nicht alles.
Und noch ein Punkt, der oft übersehen wird: „Ich müsste doch langsam mal wieder Lust haben" — dieser Satz ist selbst ein Lustkiller. Verlangen ist kein Gefühl, das man abrufen kann, sondern etwas, das oft erst mitten in der Nähe entsteht. Wenn du dich dauernd an „ich müsste" misst, bist du ständig im Defizit.
Deshalb ein sanfter Vorschlag: mal bewusst Wochen ohne Ziel. Zärtlichkeit, kuscheln, Haut, Nähe — mit der klaren Abmachung, dass nichts daraus folgen muss. Nicht damit die Lust wieder kommt, sondern einfach als Raum. Druck raus ist oft der erste Schritt zurück.
Was meinst du, könnte das für dich und deinen Mann funktionieren?